33. Erläuterungen zur Konzern-Segmentberichterstattung

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Die Tabellen zur Konzern-Segmentberichterstattung als integraler Bestandteil des Konzern-Anhangs befinden sich hier.

Die Segmentierung im Fresenius-Konzern mit den Unternehmensbereichen Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi, Fresenius Helios und Fresenius Vamed folgt den internen Organisations- und Berichtsstrukturen (Management Approach) zum 31. Dezember 2010.

Die Kennzahlen, die im Rahmen der Segmentberichterstattung dargestellt werden, entsprechen den Kennzahlen der internen Berichterstattung des Fresenius-Konzerns. Interne und externe Berichterstattung und Unternehmensrechnung korrespondieren; es werden die gleichen Kennzahlen und Definitionen verwendet.

Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, die auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Verwaltungsleistungen werden über Dienstleistungsvereinbarungen abgerechnet.

Grundlage für die Segmentierung ist die Rechnungslegungsvorschrift FASB ASC Topic 280, Segment Reporting, in der die Segmentberichterstattung in den Jahres- und Quartalsabschlüssen zu den operativen Geschäfts-, Produkt- und Dienstleistungsbereichen und Regionen geregelt ist. Die Segmentierung stellt sich somit wie folgt dar:

  • Fresenius Medical Care
  • Fresenius Kabi
  • Fresenius Helios
  • Fresenius Vamed
  • Konzern/Sonstiges

Das Segment Konzern/Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Holdingfunktionen der Fresenius SE & Co. KGaA und die Fresenius Netcare GmbH, die Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie anbietet, sowie die Fresenius Biotech, die nicht die Größenmerkmale zur separaten Darstellung als zu berichtendes Segment aufweist. Des Weiteren enthält das Segment Konzern/Sonstiges die zwischen den Segmenten durchzuführenden Konsolidierungsmaßnahmen sowie Sondereinflüsse aus der Marktwertbewertung der Pflichtumtauschanleihe und des Besserungsscheins (CVR).

Eine Erläuterung zu den einzelnen Unternehmensbereichen befindet sich hier.

Die regionale Segmentierung berücksichtigt neben der kontinentalen Aufteilung auch die Homogenität der Märkte bezüglich Chancen und Risiken. Die Zuordnung zu den einzelnen Segmenten richtet sich nach dem Sitz der Kunden.

ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTDATEN

Die Zielgrößen, an denen die Segmente vom Vorstand gemessen werden, sind so gewählt, dass diese alle Erträge und Aufwendungen beinhalten, die im Entscheidungsbereich der Segmente liegen. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass der dafür am besten geeignete Maßstab das operative Ergebnis (EBIT) ist. Der Vorstand geht davon aus, dass neben dem operativen Ergebnis auch die Kenngröße Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) für Investoren hilfreich sein kann, um die Fähigkeit des Fresenius-Konzerns in Bezug auf die Erzielung von finanziellen Überschüssen und die Bedienung seiner finanziellen Verpflichtungen zu beurteilen. Die Kennzahl EBITDA ist außerdem die Basis für die Beurteilung der Einhaltung von vorgegebenen Kennzahlen im Rahmen der Kreditvereinbarungen des Fresenius-Konzerns (z. B. Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2006 oder Kreditvereinbarung 2008).

Die Abschreibungen beziehen sich auf die in dem jeweiligen Unternehmensbereich gebundenen Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer.

Das Zinsergebnis umfasst Zinsaufwendungen und Zinserträge.

Das Konzernergebnis ist definiert als das Ergebnis nach Ertragsteuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter.

Der operative Cashflow ist der durch die gewöhnliche Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Mittelzufluss/-abfluss.

Der Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden errechnet sich aus dem operativen Cashflow abzüglich der Netto-Investitionen.

Die Finanzverbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, genussscheinähnliche Wertpapiere (Trust Preferred Securities), Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Verbindlichkeiten aus ausstehenden Zahlungen für Akquisitionen sowie Konzernverbindlichkeiten. Nicht enthalten sind die Pflichtumtauschanleihe und der Besserungsschein (CVR) (siehe Anmerkung 31, Zusätzliche Informationen zum Kapitalmanagement).

Die Investitionen beinhalten im Wesentlichen die Zugänge von Sachanlagen.

Bei den Akquisitionen handelt es sich sowohl um den Erwerb von Anteilen an rechtlich selbstständigen Unternehmen als auch um den Kauf von Unternehmensteilen und immateriellen Vermögenswerten (z. B. Lizenzen). Die hier dargestellten Kennzahlen geben die vertraglichen Kaufpreise wieder, die sich aus bar bezahlten Beträgen (abzüglich erworbener flüssiger Mittel), übernommenen Schulden sowie der Ausgabe von Aktienanteilen zusammensetzen. In die Kapitalflussrechnung hingegen fließen die in bar gezahlten Kaufpreisbestandteile abzüglich der erworbenen flüssigen Mittel ein.

Die EBITDA-Marge errechnet sich aus dem EBITDA im Verhältnis zum Umsatz.

Die EBIT-Marge ermittelt sich aus dem EBIT im Verhältnis zum Umsatz.

Die Rentabilität des betriebsnotwendigen Vermögens (ROOA) ist definiert als Quotient aus dem EBIT und dem durchschnittlichen betriebsnotwendigen Vermögen. Das betriebsnotwendige Vermögen ermittelt sich aus der Bilanzsumme abzüglich der aktiven latenten Steuern, der Lieferantenverbindlichkeiten sowie der erhaltenen Anzahlungen und zugesagten Fördermittel.

Des Weiteren werden die Kenngrößen „Abschreibungen in % vom Umsatz“ und „Operativer Cashflow in % vom Umsatz“ ausgewiesen.

ABSTIMMUNG DER KENNZAHLEN ZUM KONSOLIDIERTEN ERGEBNIS


in Mio € 2010 2009
Gesamt-EBIT der berichterstattenden Segmente 2.464 2.107
Allgemeine Unternehmensaufwendungen Konzern/Sonstiges (EBIT) - 46 - 53
Konzern-EBIT 2.418 2.054
Zinsaufwand - 596 - 602
Zinsertrag 30 22
Sonstiges Finanzergebnis - 66 - 31
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.786 1.443

in Mio € 2010 2009
Gesamt-EBIT der berichterstattenden Segmente 2.464 2.107
Allgemeine Unternehmensaufwendungen Konzern/Sonstiges (EBIT) - 46 - 53
Konzern-EBIT 2.418 2.054
Zinsaufwand - 596 - 602
Zinsertrag 30 22
Sonstiges Finanzergebnis - 66 - 31
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.786 1.443

HERLEITUNG DER NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN AUS DER KONZERN-BILANZ


in Mio € 31. Dezember 2010 31. Dezember 2009
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 606 287
Kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen 2 2
Kurzfristig fälliger Teil der langfristigen Darlehen und aktivierten Leasingverträge 420 261
Genussscheinähnliche Wertpapiere der Fresenius Medical Care Capital Trusts (kurzfristig) 468 0
Langfristige Darlehen und aktivierte Leasingverträge, abzüglich des kurzfristig fälligen Teils 4.919 5.228
Anleihen 2.369 2.066
Genussscheinähnliche Wertpapiere der Fresenius Medical Care Capital Trusts (langfristig) 0 455
Finanzverbindlichkeiten 8.784 8.299
abzüglich flüssige Mittel 769 420
Netto-Finanzverbindlichkeiten 8.015 7.879

in Mio € 31. Dezember 2010 31. Dezember 2009
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 606 287
Kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen 2 2
Kurzfristig fälliger Teil der langfristigen Darlehen und aktivierten Leasingverträge 420 261
Genussscheinähnliche Wertpapiere der Fresenius Medical Care Capital Trusts (kurzfristig) 468 0
Langfristige Darlehen und aktivierte Leasingverträge, abzüglich des kurzfristig fälligen Teils 4.919 5.228
Anleihen 2.369 2.066
Genussscheinähnliche Wertpapiere der Fresenius Medical Care Capital Trusts (langfristig) 0 455
Finanzverbindlichkeiten 8.784 8.299
abzüglich flüssige Mittel 769 420
Netto-Finanzverbindlichkeiten 8.015 7.879

Die regionale Aufteilung der langfristigen Aktiva stellt sich wie folgt dar:

in Mio € 31. Dezember 2010 31. Dezember 2009
1 Die Summe der langfristigen Aktiva ergibt sich aus den langfristigen Vermögenswerten abzüglich der latenten Steuern sowie der derivativen Finanzinstrumente.
Deutschland 3.574 3.205
Übriges Europa (ohne Deutschland) 1.984 1.938
Nordamerika 10.182 9.241
Asien-Pazifik 882 681
Lateinamerika 354 282
Afrika 47 37
Gesamte langfristige Aktiva1 17.023 15.384

in Mio € 31. Dezember 2010 31. Dezember 2009
1 Die Summe der langfristigen Aktiva ergibt sich aus den langfristigen Vermögenswerten abzüglich der latenten Steuern sowie der derivativen Finanzinstrumente.
Deutschland 3.574 3.205
Übriges Europa (ohne Deutschland) 1.984 1.938
Nordamerika 10.182 9.241
Asien-Pazifik 882 681
Lateinamerika 354 282
Afrika 47 37
Gesamte langfristige Aktiva1 17.023 15.384

In Deutschland wurde im Geschäftsjahr 2010 ein Umsatz in Höhe von 3.355 Mio € erwirtschaftet (2009: 3.152 Mio €). In den USA betrug der Umsatz 2010 6.849 Mio € (2009: 5.976 Mio €).

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