25. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Grundlagen

Der Fresenius-Konzern hat Pensionsaufwendungen und bildet Pensionsrückstellungen für laufende und zukünftige Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter des Fresenius-Konzerns. Je nach rechtlicher, wirtschaftlicher und steuerlicher Gegebenheit eines Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung. Der Fresenius-Konzern hat zwei Arten von Versorgungssystemen. Dies sind zum einen leistungs- und zum anderen beitragsorientierte Versorgungspläne. Die Höhe der Pensionsleistungen hängt bei leistungsorientierten Versorgungsplänen grundsätzlich von der gesamten bzw. einem Teil der Beschäftigungsdauer sowie dem letzten Gehalt der Mitarbeiter ab. In beitragsorientierten Versorgungsplänen werden die Pensionsleistungen durch die Höhe der Beiträge der Mitarbeiter und der Arbeitgeber sowie der Erträge aus dem Planvermögen festgelegt. Die Beiträge können durch gesetzliche Höchstbeträge begrenzt sein.

Im Falle des Ausscheidens eines Mitarbeiters ist der Fresenius-Konzern bei leistungsorientierten Pensionsplänen verpflichtet, die zugesagten Leistungen an den ehemaligen Mitarbeiter zu zahlen, wenn diese fällig werden. Leistungsorientierte Versorgungspläne können rückstellungs- oder fondsfinanziert sein. Fondsfinanzierte Versorgungspläne bestehen im Fresenius-Konzern im Wesentlichen in den USA, in Norwegen, in Großbritannien, in den Niederlanden und in Österreich. Rückstellungsfinanzierte Versorgungspläne bestehen in Deutschland und Frankreich.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen wird auf Basis versicherungsmathematischer Annahmen berechnet, wodurch Schätzungen erforderlich werden. Die Annahmen zur Lebenserwartung, der Abzinsungsfaktor sowie die künftigen Gehalts- und Leistungsniveaus beeinflussen als wesentliche Parameter die Höhe der Pensionsverpflichtung. Im Rahmen der fondsfinanzierten Pläne des Fresenius-Konzerns werden Vermögenswerte für die Erbringung der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen reserviert. Der erwartete Ertrag aus diesem Planvermögen wird in der entsprechenden Periode als Ertrag erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, wenn sich die tatsächlichen Werte der Parameter eines Jahres von den versicherungsmathematischen Annahmen für dieses Jahr unterscheiden sowie bei Abweichungen des tatsächlichen vom erwarteten Ertrag auf das Planvermögen. Die Pensionsrückstellungen einer Gesellschaft werden durch diese versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste beeinflusst.

Die Pensionsverpflichtungen des Fresenius-Konzerns werden bei einem fondsfinanzierten Versorgungsplan mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögen saldiert. Übersteigt die Pensionsverpflichtung den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens, so wird eine Pensionsrückstellung in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. Übersteigt das Planvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage und hat das Unternehmen einen Anspruch auf Rückerstattung oder Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Fonds, so wird in der Konzern-Bilanz ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt der Fresenius-Konzern festgelegte Beiträge während der Dienstzeit eines Mitarbeiters. Durch diese Beiträge sind alle Verpflichtungen des Fresenius-Konzerns abgegolten. Der Fresenius-Konzern hat einen wesentlichen beitragsorientierten Versorgungsplan in Nordamerika.

Leistungsorientierte Pensionspläne

Die Pensionsverpflichtungen (Projected benefit obligation – PBO) des Fresenius-Konzerns zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 655 Mio € (2009: 556 Mio €) waren mit 261 Mio € (2009: 237 Mio €) durch Fondsvermögen gedeckt und mit 394 Mio € (2009: 319 Mio €) rückstellungsfinanziert. Der kurzfristige Teil der Pensionsrückstellungen in Höhe von 11 Mio € wird in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Rückstellungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der langfristige Teil der Rückstellungen in Höhe von 383 Mio € wird als Pensionsrückstellung ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von 394 Mio € beruhen zu 70 % auf der „Versorgungsordnung der Fresenius-Unternehmen“ von 1988 (Pensionsplan 1988), die, mit Ausnahme von Fresenius Helios, für die meisten deutschen Gesellschaften gilt. Der Rest der Pensionsrückstellungen entfällt auf individuelle Versorgungspläne von deutschen Gesellschaften des Unternehmensbereichs Fresenius Helios und von ausländischen Gesellschaften des Fresenius-Konzerns.

Die Pensionszahlungen hängen generell von der Beschäftigungsdauer und der Vergütung des Mitarbeiters bei Eintritt des Versorgungsfalles ab. Wie in Deutschland üblich, sind die dortigen Pensionszusagen der Gesellschaften des Fresenius-Konzerns unmittelbare Versorgungszusagen. Für den deutschen Pensionsplan 1988 besteht kein gesonderter Pensionsfonds.

Für die Mitarbeiter der Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH), einer Tochtergesellschaft der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, in den USA bestehen ein leistungsorientierter Pensionsplan sowie ergänzende Pensionspläne für leitende Mitarbeiter, die im 1. Quartal 2002 gekürzt wurden. Durch diese Plankürzung werden im Wesentlichen alle gemäß den Plänen anspruchsberechtigten Mitarbeiter keine zusätzlichen Versorgungsansprüche für zukünftige Leistungen mehr erhalten. Die FMCH hat alle Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft aus den unverfallbaren und eingefrorenen Pensionsansprüchen der Mitarbeiter zum Zeitpunkt der Plankürzung beibehalten. Jedes Jahr führt FMCH dem Pensionsplan mindestens den Betrag zu, der sich aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Employee Retirement Income Security Act of 1974) ergibt. Für das Jahr 2010 sahen die gesetzlichen Vorschriften keine Mindestzuführung für den leistungsorientierten Pensionsplan vor. Im Jahr 2010 wurden freiwillige Zuführungen in Höhe von 0,6 Mio US$ (0,5 Mio €) getätigt. Die erwarteten Zuführungen für das Jahr 2011 betragen 0,7 Mio US$ (0,5 Mio €).

Der Fresenius-Konzern hat Pensionsverpflichtungen in Höhe von 310 Mio € aus Pensionsplänen, die entweder vollständig oder teilweise durch einen Pensionsfonds gedeckt werden. Pensionsverpflichtungen aus Pensionsplänen ohne Fondsvermögen belaufen sich auf 345 Mio €.

Im Folgenden werden die Veränderung der Pensionsverpflichtung, die Veränderung des Planvermögens und der Finanzierungsstatus der Versorgungspläne dargestellt. Die Rentenzahlungen in der Veränderung der Pensionsverpflichtung beinhalten Zahlungen sowohl aus den fondsfinanzierten als auch aus den rückstellungsfinanzierten Versorgungsplänen. Dagegen beinhalten die Rentenzahlungen in der Veränderung des Planvermögens lediglich die Zahlungen, die über Pensionsfonds geleistet werden.

Der Finanzierungsstatus stellte sich wie folgt dar:

in Mio € 2010 2009
Pensionsverpflichtungen zu Beginn des Jahres 556 505
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 6
Währungsumrechnungsdifferenzen 16 - 4
Laufender Dienstzeitaufwand 16 14
Früherer Dienstzeitaufwand 2 1
Zinsaufwand 33 31
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Übertragungen - -
Änderung der Versorgungszusage/Planabgeltungen - 2 - 5
Versicherungsmathematische Verluste 50 23
Rentenzahlungen - 18 - 16
Plananpassungen 1 -
Pensionsverpflichtungen am Ende des Jahres 655 556
davon unverfallbar 558 463
     
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Jahres 237 213
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 4
Währungsumrechnungsdifferenzen 14 - 4
Tatsächliche Erträge des Planvermögens 13 27
Arbeitgeberbeiträge 4 4
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Abgeltung von Planvermögen - - 2
Rentenzahlungen - 8 - 6
Marktwert des Planvermögens am Ende des Jahres 261 237
Finanzierungsstatus zum 31. Dezember 394 319

in Mio € 2010 2009
Pensionsverpflichtungen zu Beginn des Jahres 556 505
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 6
Währungsumrechnungsdifferenzen 16 - 4
Laufender Dienstzeitaufwand 16 14
Früherer Dienstzeitaufwand 2 1
Zinsaufwand 33 31
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Übertragungen - -
Änderung der Versorgungszusage/Planabgeltungen - 2 - 5
Versicherungsmathematische Verluste 50 23
Rentenzahlungen - 18 - 16
Plananpassungen 1 -
Pensionsverpflichtungen am Ende des Jahres 655 556
davon unverfallbar 558 463
     
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Jahres 237 213
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 4
Währungsumrechnungsdifferenzen 14 - 4
Tatsächliche Erträge des Planvermögens 13 27
Arbeitgeberbeiträge 4 4
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Abgeltung von Planvermögen - - 2
Rentenzahlungen - 8 - 6
Marktwert des Planvermögens am Ende des Jahres 261 237
Finanzierungsstatus zum 31. Dezember 394 319

Die Zinssätze der einzelnen Pläne werden abgeleitet aus den Renditen von Portfolios aus Eigenkapitalinstrumenten und Fremdkapitalinstrumenten mit hohem Rating und Laufzeiten, die den Zeithorizont der Pensionsverpflichtung widerspiegeln. Der Zinssatz des Fresenius-Konzerns ergibt sich aus dem mit den Pensionsverpflichtungen der einzelnen Pläne gewichteten Durchschnitt dieser Zinssätze.

Den errechneten Pensionsverpflichtungen liegen folgende gewichtete durchschnittliche Annahmen zum 31. Dezember zugrunde:

in % 2010 2009
Zinssatz 5,43 5,86
Gehaltsdynamik 3,32 3,30
Rententrend 1,73 1,81

in % 2010 2009
Zinssatz 5,43 5,86
Gehaltsdynamik 3,32 3,30
Rententrend 1,73 1,81

Der Anwartschaftsbarwert (Accumulated benefit obligation – ABO) für alle leistungsorientierten Pensionspläne betrug zum 31. Dezember 2010 567 Mio € (2009: 515 Mio €).

Die folgende Übersicht bezieht sich auf Pensionspläne, in denen die Pensionsverpflichtungen und der Anwartschaftsbarwert den beizulegenden Zeitwert des Pensionsvermögens überstieg:

in Mio € 2010 2009
Pensionsverpflichtung (PBO) 655 556
Anwartschaftsbarwert (ABO) 567 515
Marktwert des Planvermögens 261 237

in Mio € 2010 2009
Pensionsverpflichtung (PBO) 655 556
Anwartschaftsbarwert (ABO) 567 515
Marktwert des Planvermögens 261 237

Die pensionsbedingten Änderungen im Eigenkapital in den Jahren 2010 und 2009 stellten sich vor Steuereffekten wie folgt dar:


in Mio € 1. Januar 2010 Umbuchungen1 Zugänge Währungsumrechnungs-
differenzen
31. Dezember 2010
1 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 54 5 - 54 - 4 - 107
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 4 1 - 2 - 3
Übergangsfehlbetrag - 1 - - - - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 51 6 - 56 - 4 - 105

in Mio € 1. Januar 2010 Umbuchungen1 Zugänge Währungsumrechnungs-
differenzen
31. Dezember 2010
1 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 54 5 - 54 - 4 - 107
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 4 1 - 2 - 3
Übergangsfehlbetrag - 1 - - - - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 51 6 - 56 - 4 - 105


in Mio € 1. Januar 2009 Umbuchungen1 Zugänge Währungs-
umrechnungsdifferenzen
31. Dezember 2009
1 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 49 4 - 10 1 - 54
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 4 - - - 4
Übergangsfehlbetrag - 1 1 - 1 - - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 46 5 - 11 1 - 51

in Mio € 1. Januar 2009 Umbuchungen1 Zugänge Währungs-
umrechnungsdifferenzen
31. Dezember 2009
1 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 49 4 - 10 1 - 54
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 4 - - - 4
Übergangsfehlbetrag - 1 1 - 1 - - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 46 5 - 11 1 - 51

Zu den Steuereffekten durch die pensionsbedingten Änderungen auf das kumulierte Other Comprehensive Income zum 31. Dezember 2010 wird auf Anmerkung 28, Other Comprehensive Income (Loss), verwiesen.

Im Jahr 2011 erwartet der Fresenius-Konzern aus der erfolgswirksamen Auflösung der pensionsbedingten Änderungen im Eigenkapital folgende Auswirkungen:

in Mio € 2011
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 8
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 1
Übergangsfehlbetrag -

in Mio € 2011
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 8
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 1
Übergangsfehlbetrag -

Der Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von 36 Mio € (2009: 35 Mio €) setzte sich aus folgenden Komponenten zusammen:

in Mio € 2010 2009
Laufender Dienstzeitaufwand 16 14
Zinsaufwand 33 31
Erwartete Erträge des Planvermögens - 17 - 15
Tilgung von versicherungsmathematischen Verlusten, netto 5 3
Tilgung von früherem Dienstzeitaufwand 1 -
Tilgung des Übergangsfehlbetrags - 1
Aufwand aus der Abgeltung eines Plans - 2 1
Pensionsaufwand 36 35

in Mio € 2010 2009
Laufender Dienstzeitaufwand 16 14
Zinsaufwand 33 31
Erwartete Erträge des Planvermögens - 17 - 15
Tilgung von versicherungsmathematischen Verlusten, netto 5 3
Tilgung von früherem Dienstzeitaufwand 1 -
Tilgung des Übergangsfehlbetrags - 1
Aufwand aus der Abgeltung eines Plans - 2 1
Pensionsaufwand 36 35

Der Pensionsaufwand wird den Umsatzkosten, den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten oder den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen als Personalaufwand zugeordnet. Dies ist davon abhängig, in welchem Bereich der Bezugsberechtigte beschäftigt ist.

Dem errechneten Pensionsaufwand liegen folgende gewichtete durchschnittliche Annahmen zum 31. Dezember zugrunde:

in % 2010 2009
Zinssatz 5,86 6,21
Erwartete Erträge des Planvermögens 5,58 5,74
Gehaltsdynamik 3,30 3,56

in % 2010 2009
Zinssatz 5,86 6,21
Erwartete Erträge des Planvermögens 5,58 5,74
Gehaltsdynamik 3,30 3,56

Die versicherungsmathematischen Verluste, die im Geschäftsjahr zu einer Erhöhung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagen führten, ergeben sich aus den der versicherungsmathematischen Berechnung zugrunde liegenden Änderungen der Abzinsungssätze sowie der Änderung der Annahmen zu Inflation und Mortalitäten. Versicherungsmathematische Verluste bestanden in Höhe von insgesamt 107 Mio € (2009: 54 Mio €).

Die folgende Tabelle zeigt die in den nächsten zehn Jahren erwarteten Rentenzahlungen:

Geschäftsjahr in Mio €
2011 20
2012 22
2013 23
2014 24
2015 26
2016 bis 2020 167
Summe der erwarteten Rentenzahlungen 282

Geschäftsjahr in Mio €
2011 20
2012 22
2013 23
2014 24
2015 26
2016 bis 2020 167
Summe der erwarteten Rentenzahlungen 282

Der Bewertungsstichtag des Planvermögens des Fresenius-Konzerns zur Bestimmung des Finanzierungsstatus ist für alle Pläne der 31. Dezember 2010.

Der größte Teil der Pensionsrückstellungen entfällt auf Deutschland. Zum 31. Dezember wurden 79 % der Pensionsrückstellungen in Deutschland gebildet, weitere 21 % verteilten sich auf das übrige Europa und Nordamerika.

Von den Bezugsberechtigten waren knapp zwei Drittel in Nordamerika, rund ein Viertel in Deutschland und der Rest im übrigen Europa bzw. auf anderen Kontinenten beschäftigt.

Die Marktwerte des Planvermögens, gegliedert nach Kategorien, beliefen sich auf:


  31. Dezember 2010 31. Dezember 2009
in Mio € Quotierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte Level 1 Direkt oder indirekt beobachtbare Marktpreise auf aktiven Märkten Level 2 Summe Quotierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte Level 1 Direkt oder indirekt beobachtbare Marktpreise auf aktiven Märkten Level 2 Summe
1 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich kostengünstige, nicht aktiv gemanagte eigenkapitalbasierte Index-Fonds, die den S & P 500, S & P 400, Russell 2000, MSCI EAFE Index und MSCI Emerging Markets Index für 2010 und 2009 sowie zusätzlich in 2009 den Barclays Capital Long Corporate Index nachbilden.
2 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich festverzinsliche Wertpapiere der US-Regierung und von der Regierung geförderten Instanzen.
3 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich Investment-Grade Anleihen von US-Emittenten diverser Industrien.
4 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich privat platzierte Anleihen sowie hypothekarisch besicherte Anleihen und Fonds, die in US Treasury Schatzanweisungen sowie in US Treasury besicherte Instrumente investieren.
5 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich flüssige Mittel, Geldmarktfonds sowie Investmentfonds, die in Unternehmensanleihen höchster Bonität investieren.
Kategorien der Planvermögen
Eigenkapitalpapiere 32 49 81 78 0 78
Index-Fonds1 23 49 72 72 0 72
Sonstige Eigenkapitalpapiere 9 0 9 6 0 6
Festverzinsliche Wertpapiere 41 118 159 37 106 143
Staatsanleihen2 20 2 22 18 2 20
Unternehmensanleihen3 13 114 127 13 104 117
Sonstige festverzinsliche Wertpapiere4 8 2 10 6 - 6
Sonstige5 18 3 21 13 3 16
Gesamt 91 170 261 128 109 237

  31. Dezember 2010 31. Dezember 2009
in Mio € Quotierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte Level 1 Direkt oder indirekt beobachtbare Marktpreise auf aktiven Märkten Level 2 Summe Quotierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte Level 1 Direkt oder indirekt beobachtbare Marktpreise auf aktiven Märkten Level 2 Summe
1 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich kostengünstige, nicht aktiv gemanagte eigenkapitalbasierte Index-Fonds, die den S & P 500, S & P 400, Russell 2000, MSCI EAFE Index und MSCI Emerging Markets Index für 2010 und 2009 sowie zusätzlich in 2009 den Barclays Capital Long Corporate Index nachbilden.
2 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich festverzinsliche Wertpapiere der US-Regierung und von der Regierung geförderten Instanzen.
3 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich Investment-Grade Anleihen von US-Emittenten diverser Industrien.
4 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich privat platzierte Anleihen sowie hypothekarisch besicherte Anleihen und Fonds, die in US Treasury Schatzanweisungen sowie in US Treasury besicherte Instrumente investieren.
5 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich flüssige Mittel, Geldmarktfonds sowie Investmentfonds, die in Unternehmensanleihen höchster Bonität investieren.
Kategorien der Planvermögen
Eigenkapitalpapiere 32 49 81 78 0 78
Index-Fonds1 23 49 72 72 0 72
Sonstige Eigenkapitalpapiere 9 0 9 6 0 6
Festverzinsliche Wertpapiere 41 118 159 37 106 143
Staatsanleihen2 20 2 22 18 2 20
Unternehmensanleihen3 13 114 127 13 104 117
Sonstige festverzinsliche Wertpapiere4 8 2 10 6 - 6
Sonstige5 18 3 21 13 3 16
Gesamt 91 170 261 128 109 237

Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Werte, die zur Ermittlung der Marktwerte des Planvermögens zugrunde lagen, erläutert:

Die Marktwerte der Index-Fonds basieren auf Marktpreisen.

Sonstige Eigenkapitalpapiere werden zu ihrem Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet.

Der Marktwert für einen Großteil der Staatsanleihen basiert auf Marktpreisen. Die verbleibenden Staatsanleihen werden zum Marktpreis bewertet.

Die Marktwerte der Unternehmensanleihen und der sonstigen Anleihen basieren auf Marktpreisen zum Bilanzstichtag.

Flüssige Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt, der dem Marktwert entspricht.

US Treasury Geldmarktfonds sowie andere Geldmarkt- und Investmentfonds werden zu ihrem Marktpreis bewertet.

Investmentpolitik und Strategie für das Planvermögen

Der Fresenius-Konzern überprüft regelmäßig die Annahme über die erwartete langfristige Rendite des Planvermögens des nordamerikanischen, fondsfinanzierten Versorgungsplans. Im Rahmen dieser Überprüfung wird eine Bandbreite für die erwartete langfristige Rendite des gesamten Planvermögens ermittelt, indem erwartete zukünftige Renditen für jede Klasse von Vermögenswerten mit dem Anteil der jeweiligen Klasse am gesamten Planvermögen gewichtet werden. Die ermittelte Renditebandbreite basiert sowohl auf aktuelle ökonomische Rahmendaten berücksichtigenden Prognosen langfristiger Renditen als auch auf historischen Marktdaten über vergangene Renditen, Korrelationen und Volatilitäten der einzelnen Klassen von Vermögenswerten. Im Geschäftsjahr 2010 betrug die erwartete langfristige Rendite auf das Planvermögen des nordamerikanischen Pensionsplans 7,5 %.

Die globale Investitionsstrategie des nordamerikanischen Pensionsplans zielt, bei einer breiten Diversifikation der Vermögenswerte, der Anlagestrategien und des Anlagemanagements, auf das Erreichen eines Verhältnisses von 98 % der Investitionen in langfristiges Wachstum zu 2 % für kurzfristige Rentenzahlungen ab.

Die Investmentpolitik des nordamerikanischen Pensionsplans strebt eine Verteilung der Vermögenswerte von 35 % auf Aktien und 65 % auf langfristige US-Anleihen an und berücksichtigt, dass es einen zeitlichen Horizont für investierte Fonds von mehr als fünf Jahren geben wird. Das gesamte Portfolio wird an einem Index gemessen, der die Benchmark der jeweiligen Anlagekategorien sowie die angestrebte Verteilung der Vermögenswerte widerspiegelt. Entsprechend der Richtlinie darf nicht in Aktien der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA oder anderer nahe stehender Unternehmen investiert werden. Die Maßstäbe für die Entwicklung der separaten Anlagekategorien beinhalten: S & P 500 Index, S & P 400 Index, Russell 2000 Growth Index, MSCI EAFE Index, MSCI Emerging Markets Index, Barclays Capital Long Term Government Index sowie Barclays Capital 20 Year US Treasury Strip Index.

Die folgende Tabelle beschreibt die Aufteilung für die fondsfinanzierten Pläne des Fresenius-Konzerns:

in % Anteil 2010 Anteil 2009 Angestrebter Anteil
Eigenkapitalinstrumente 31,12 33,15 35,74
Festverzinsliche Wertpapiere 60,73 60,35 59,57
Sonstiges, inkl. Immobilien 8,15 6,50 4,69
Gesamt 100,00 100,00 100,00

in % Anteil 2010 Anteil 2009 Angestrebter Anteil
Eigenkapitalinstrumente 31,12 33,15 35,74
Festverzinsliche Wertpapiere 60,73 60,35 59,57
Sonstiges, inkl. Immobilien 8,15 6,50 4,69
Gesamt 100,00 100,00 100,00

Die langfristig erwartete Gesamtverzinsung des Planvermögens des Fresenius-Konzerns beträgt jährlich 6,77 %. Die erwarteten Zuführungen zum Planvermögen für das Geschäftsjahr 2011 belaufen sich auf 5 Mio €.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Der Gesamtaufwand aus beitragsorientierten Plänen im Fresenius-Konzern betrug im Jahr 2010 31 Mio € (2009: 27 Mio €), wobei der größte Anteil auf den nordamerikanischen Plan entfällt, an dem die Mitarbeiter der FMCH teilnehmen können. Die Mitarbeiter der FMCH können bis zu 75 % ihres Gehalts im Rahmen dieses Plans anlegen. Dabei gilt für Mitarbeiter im Alter von unter 50 Jahren ein jährlicher Maximalbetrag von 16.500 US$ und für Mitarbeiter ab einem Alter von 50 Jahren ein jährlicher Maximalbetrag von 22.000 US$. Fresenius Medical Care zahlt 50 % des Mitarbeiterbeitrags ein, allerdings maximal 3 % des Gehalts des betreffenden Mitarbeiters. Im Geschäftsjahr 2010 betrug der Gesamtaufwand aus diesem beitragsorientierten Plan der Fresenius Medical Care 24 Mio € (2009: 20 Mio €).

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