Fresenius Helios

Umweltmanagement in Krankenhäusern erfolgt im Spannungsfeld hoher Anforderungen bezüglich der Abfallentsorgung, der Hygiene und des hohen Energiebedarfs.

Im Bereich der Abfallentsorgung zielen wir auf eine wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Lösung. Unser Entsorgungsmanagement verstehen wir als Prozess, der bereits mit dem Einkauf beginnt und in ein konsequentes Recycling mündet. Alle Abfälle werden standardisiert erfasst und entsprechenden Abfallarten zugeordnet. Diese Daten dienen uns auch als Grundlage für die Entscheidung, ob wir Rahmenverträge mit regionalen Entsorgern oder einen Konzernrahmenvertrag mit einem Entsorger abschließen.

Bei den im Krankenhaus eingesetzten medizinischen Produkten steigt der Anteil von Einwegartikeln kontinuierlich. Dies muss aber nicht notwendigerweise zulasten des Umweltschutzes geschehen. So weisen z. B. Einmal-Abdeckungen im Operationsbereich eine bessere Umweltbilanz auf als solche, die wiederverwertet werden. Grund hierfür ist, dass bei wiederverwendbaren Abdeckungen der für die Produktion und die Wiederaufarbeitung notwendige Energieaufwand höher ist als bei der Produktion und Entsorgung von Einmal-Abdeckungen.

In einem Krankenhaus setzen die Hygieneanforderungen dem Einsatz von regenerativen Energien Grenzen. Die Warmwasserbereitung durch Solarenergie beispielsweise ist für Krankenhäuser aus unserer Sicht nicht geeignet. Das Temperaturniveau der erzeugten Wärme bietet, anders als das Temperaturniveau konventionell erzeugter Wärme, einen optimalen Nährboden für die Bakterienform der Legionellen. Der Befall von Trinkwasser mit Legionellen kann für immungeschwächte Patienten tödlich sein. Aus diesem Grund verzichtet HELIOS auf den Einsatz von Solarenergie in den Kliniken.

Ein wesentlicher Verursacher des Energieverbrauchs in Krankenhäusern ist die notwendige Klimatisierung der Arbeits- und Patientenräume. So müssen Wärme abgebende medizintechnische Geräte wie Kernspintomografen gekühlt werden. Eine andere wichtige Rolle für den Energieverbrauch spielt auch der bauliche Zustand eines Krankenhauses. HELIOS investiert im Rahmen baulicher Maßnahmen nachhaltig in den Umweltschutz. Alle Neubauten und Gebäudemodernisierungen entsprechen den aktuellen Anforderungen an eine effiziente Wärmedämmung. Im Jahr 2010 betrugen die Kosten für Instandhaltung in Summe 84 Mio € (2009: 82 Mio €).

HELIOS wickelt über eine zentrale Einkaufsplattform den Energieeinkauf für alle Kliniken der Gruppe online ab. Diese Plattform liefert neben den Verbrauchsdaten der Standorte auch Anhaltspunkte, um überdurchschnittlich hohe Energieverbräuche zu identifizieren und entsprechend zu reagieren.

Darüber hinaus stellt HELIOS die Wärmeversorgung seiner Kliniken schrittweise auf Holzpellets um. Dieser Weg der Wärmeerzeugung ist CO2-neutral und damit deutlich umweltschonender als Wärme aus Gas oder Erdöl. Ein Pilotprojekt im HELIOS Klinikum Borna brachte sehr gute Ergebnisse, sodass inzwischen auch die Kliniken Bad Ems und Bergisch Land mit Holzpellets ihre Wärme erzeugen. Im Jahr 2011 folgen die Standorte Bad Saarow und Plauen. Ziel ist es, schrittweise alle HELIOS-Kliniken, bei denen Baumaßnahmen anstehen oder die Erneuerung des Heizkessels vorgesehen ist, auf die Wärmegewinnung durch Pellets umzustellen.

Ein im Jahr 2008 initiiertes Projekt im Bereich Umweltschutz und Energieeinsparung wurde auf weitere Standorte ausgeweitet. Im Rahmen des Projekts stellte HELIOS den Mitarbeitern der Kliniken zahlreiche Möglichkeiten vor, Energie zu sparen. Zudem werden sie auf umweltbewusstes Verhalten geschult. Informationsbroschüren bieten praktische Tipps, wie sich umweltschützendes Handeln im Klinikalltag umsetzen lässt. Diese Initiative soll auf den gesamten Konzern ausgeweitet werden.

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