Fresenius Helios

Bei HELIOS sind hohe medizinische Standards untrennbar verbunden mit einem effizienten und ökonomisch sinnvollen Umgang mit Ressourcen. Das Beschaffungsmanagement von HELIOS bündelt klinik- und fachübergreifend sowohl das Wissen der Ärzte und des Pflegepersonals als auch die wirtschaftlichen Kompetenzen im kaufmännischen Bereich. Dieses Wissen und unser Anspruch an medizinische Qualität fließen in alle Beschaffungsentscheidungen zum Wohle des Patienten ein.

Medizinprodukte und Medikamente sind unmittelbar relevant für die medizinische Qualität. Die HELIOS-Kliniken setzen daher auf eine enge Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten und eine hohe Standardisierung der verwendeten Produkte. Der Risikominimierung durch den Einkauf dient auch die strategische Auswahl der Lieferanten: Nur wer mit einem adäquaten Fehlermanagement, überzeugender Fehlerkommunikation und niedrigen Ausfallrisiken überzeugen kann, ist als Geschäftspartner bei HELIOS gefragt. Seit dem Jahr 2006 führt HELIOS das HELIOS-Partner-Rating durch. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen HELIOS und den einzelnen Lieferanten aus der Perspektive beider Geschäftspartner zu bewerten. Die Ergebnisse des Ratings 2010 werden in der ersten Jahreshälfte 2011 u. a. auf der Website des Unternehmens veröffentlicht.

Im 1. Halbjahr 2010 wurde der Bereich Medizintechnik in den Konzerneinkauf der HELIOS-Kliniken integriert. Er gehört zu den größten Produktgruppen im Beschaffungsmanagement und war bis zum Jahr 2010 ein eigenständiger Bereich. Durch die Einbettung der Medizintechnik in den Konzerneinkauf steuert HELIOS nun zentral alle wesentlichen Bedarfe im Krankenhaus.

Das Jahr 2010 stand im Zeichen der Überarbeitung von Datenlieferungs- und Auswertungssystemen. Die Verbrauchsdaten der HELIOS-Kliniken, die über externe Apotheken beliefert werden, haben wir bislang nicht übergeordnet, sondern nur regional ausgewertet. HELIOS hat aus diesem Grund ein Projekt initiiert, um alle Verbrauchsdaten der HELIOS-Kliniken auf einer einheitlichen Oberfläche analysieren zu können, unabhängig davon, ob sie aus externen oder eigenen Apotheken stammen. Das Projekt lieferte bereits Ende des Berichtsjahres erste Ergebnisse.

Mehr als 85 % des medizinischen Sachmittelbedarfs sind heute konzernweit bei HELIOS standardisiert. Die Umsetzung des Masterartikelstamms wurde im Jahr 2010 erfolgreich abgeschlossen. Sieben verschiedene Materialwirtschaftssysteme wurden in ein System mit einheitlichen Abläufen und Stammdaten überführt. Heute bilden mehr als 850 Warengruppen die Basis für Transparenz, Planbarkeit und Wettbewerb. Ziel der Standardisierung ist es auch, die Qualität zu optimieren. Medizinische Fachgruppen der Kliniken definieren zusammen mit den Einkäufern Qualitätsanforderungen und legen konzernverbindliche Produktstandards fest. Der Standardisierungsgrad richtet sich dabei nach der jeweiligen Warengruppe. Durch die verbindlichen Produktstandards erreicht HELIOS eine große Mengenbündelung und damit eine sehr gute Verhandlungsposition für exzellente Einkaufskonditionen.

Für das Beschaffungsmanagement sind auch die Qualitätsmerkmale der genutzten Produkte sowie deren Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter essenziell: Im Jahr 2010 stellten wir die Etikettierung von Spritzen in allen anästhesiologischen und intensivmedizinischen Bereichen um. Weitere Fachbereiche werden im Jahr 2011 folgen. Die Spritzen sind durch Farbcodes gemäß der ISO-Norm 26825:2007 eindeutig gekennzeichnet, um eine Verwechslung zu vermeiden und die Patientensicherheit zu erhöhen.

Der Energiebedarf in Krankenhäusern ist ein erheblicher Kostenfaktor. Insgesamt wendete HELIOS im Jahr 2010 rund 55 Mio € (2009: rund 53 Mio €) für Energie, Wasser und Brennstoffe auf. HELIOS hat mit enPortal eine webbasierte Einkaufsplattform etabliert, die für alle Klinikstandorte Transparenz über alle Energieträger schafft. Abweichungen in Verbrauch und Kosten können so zeitnah erkannt und korrigiert werden. HELIOS beobachtet täglich die aktuellen Energiepreisentwicklungen an den Börsen. Neben HELIOS nutzen auch andere Fresenius-Unternehmensbereiche diese Online-Plattform, an die in Deutschland rund 300 Energieversorger angebunden sind. Für das Jahr 2010 konnten wir den Strompreis um mehr als 24 % im Vergleich zum Vorjahr senken. Auch beim Erdgaseinkauf erzielten wir sehr gute Ergebnisse und decken den Bedarf nun bis zum 31.10.2012 ab. Die Kosten für Erdgas konnten wir für das Lieferjahr 2010 (31.10.2009 bis 31.10.2010) um 15 % senken.

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