Fresenius Kabi

Fresenius Kabi hat im Berichtsjahr die Einkaufskonditionen optimiert und dabei folgende Schwerpunkte gesetzt: Erstens haben wir Maßnahmen – die wir im vergangenen Jahr beschrieben hatten – zur Realisierung der im Jahr 2009 ermittelten Potenziale aus dem Projekt Global Sourcing Initiative weiter umgesetzt, und zweitens haben wir akquirierte Gesellschaften stufenweise in die Einkaufsorganisation und in die globalen Beschaffungsaktivitäten integriert.

Im Jahr 2010 konnte sich die Entwicklung der Rohstoffpreise verschiedenen globalen Einflüssen nicht entziehen: Zum einen stiegen die Preise der für Kabi relevanten Basisrohstoffe teilweise erheblich an. Grund war eine gesamtwirtschaftliche Erholung der Nachfrage, insbesondere in China und Indien. Zum anderen beeinflusste die Volatilität handelsstarker Währungen den Welthandel. Einzelne Preise bewegten sich nahe der Höchststände des Jahres 2008.

  • Aufgrund der Basisrohstoffpreisentwicklung erhöhten sich die Preise von Kunststoffgranulaten deutlich, z. B. von LDPE (Low Density Polyethylen), Polypropylen und PVC für Primärpackmittel sowie Medizinprodukte, wodurch auch die daraus hergestellten Folien für Primär- und Sekundärpackmittel sowie Schlauchmaterialien für Medizinprodukte entsprechend teurer wurden.
  • Dies gilt auch für Kartonagen, wo die Preise für die Mehrzahl der verwendeten Papiersorten deutlich angestiegen sind.
  • Die Preise für Glasflaschen sanken im Jahr 2010, u. a. wegen der niedrigeren Energiekosten.
  • Bei Produkten, die auf Agrarrohstoffen basieren, ergab sich für Fresenius Kabi ein uneinheitliches Bild: Die Preise für Milchfolgeprodukte erhöhten sich im Durchschnitt des Jahres 2010. Ungeachtet des kräftig nach oben kletternden Preises für Mais im 2. Halbjahr 2010 konnten die Kosten für Maisfolgeprodukte gegenüber dem Jahr 2009 durch frühzeitige Abschlüsse vorteilhaft gestaltet werden.

Für unsere I.V.-Arzneimittel verwenden wir eine Vielzahl von Wirkstoffen, die weitgehend unabhängig von der Preisentwicklung der Basisrohstoffe sind. Sie unterliegen einer eigenen Marktdynamik. Dies hängt zusammen mit ihren komplexen Herstellprozessen, den pharmazeutischen Anforderungen, aber auch mit Patenten und der Verfügbarkeit dieser Produkte. Wesentliche Kriterien für die Beschaffungsaktivitäten sind: eine hohe Qualität sowie eine flexible und zeitgerechte Verfügbarkeit zu konkurrenzfähigen Preisen. Für das Jahr 2010 konnten wir eine Reihe attraktiver Abschlüsse mit ein- oder mehrjährigen Laufzeiten zu Festpreisen vereinbaren.

Erwartungsgemäß sind die Beschaffungskosten für Strom und Erdgas im Jahr 2010 wieder gesunken. Insbesondere für Erdgas konnten wir die Kosten im Lieferjahr 2010 (31.10.2009 bis 31.10.2010) deutlich senken.

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