Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich um 2.695 Mio € (13 %) auf 23.577 Mio € (31. Dezember 2009: 20.882 Mio €). Währungsbereinigt hätte sich ein Anstieg von 7 % ergeben. Die Zunahme der Bilanzsumme ist hauptsächlich der Ausweitung des bestehenden Geschäfts zuzurechnen. Die Inflationsentwicklung hatte während des Berichtszeitraums keine signifikanten Auswirkungen auf die Vermögenslage von Fresenius.

Auf der Aktivseite betrugen die langfristigen Vermögenswerte 17.142 Mio € (2009: 15.519 Mio €). Hier wirkten sich vornehmlich Zugänge im Sachanlagevermögen und bei immateriellen Vermögenswerten aus.

FÜNFJAHRESÜBERSICHT VERMÖGENSLAGE


in Mio € 2010 2009 2008 2007 2006
1 Einschließlich Anteile anderer Gesellschafter
Bilanzsumme 23.577 20.882 20.544 15.324 15.024
Eigenkapital1 8.844 7.491 6.943 6.059 5.728
Eigenkapitalquote1 38 36 34 40 38
Eigenkapital1/ Langfristige Vermögenswerte, in % 52 48 45 55 52
Finanzverbindlichkeiten 8.784 8.299 8.787 5.699 5.872
Finanzverbindlichkeiten in % der Bilanzsumme 37 40 43 37 39
Gearing in % 91 105 121 88 98

in Mio € 2010 2009 2008 2007 2006
1 Einschließlich Anteile anderer Gesellschafter
Bilanzsumme 23.577 20.882 20.544 15.324 15.024
Eigenkapital1 8.844 7.491 6.943 6.059 5.728
Eigenkapitalquote1 38 36 34 40 38
Eigenkapital1/ Langfristige Vermögenswerte, in % 52 48 45 55 52
Finanzverbindlichkeiten 8.784 8.299 8.787 5.699 5.872
Finanzverbindlichkeiten in % der Bilanzsumme 37 40 43 37 39
Gearing in % 91 105 121 88 98

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 20 % auf 6.435 Mio € (2009: 5.363 Mio €). Innerhalb dieser Position nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 17 % auf 2.935 Mio € zu (2009: 2.509 Mio €). Die durchschnittliche Forderungslaufzeit liegt mit 67 Tagen leicht über dem Vorjahresniveau von 65 Tagen. Durch ein nachhaltiges Forderungsmanagement konnten wir die Forderungslaufzeiten relativ stabil halten, obwohl die finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin schwierig waren. Die Vorräte sind um 14 % auf 1.411 Mio € gestiegen (2009: 1.235 Mio €). Die Vorratsreichweite betrug 48 Tage, wie auch im Jahr 2009. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme hat sich mit 6,0 % gegenüber dem Vorjahresstichtag geringfügig erhöht (31. Dezember 2009: 5,9 %).

Auf der Passivseite der Bilanz ist das Eigenkapital einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 18 % oder 1.353 Mio €, auf 8.844 Mio € (2009: 7.491 Mio €) gestiegen. Das Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt, erhöhte das Eigenkapital um 622 Mio €. Die Eigenkapitalquote einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter stieg auf 37,5 % am 31. Dezember 2010 (31. Dezember 2009: 35,9 %).

Die Passivseite der Bilanz zeigt eine solide Finanzierungsstruktur: Das Eigenkapital des Konzerns einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter deckt die langfristigen Vermögenswerte zu 52 % (2009: 48 %). Eigenkapital, Anteile anderer Gesellschafter und langfristige Verbindlichkeiten decken die gesamten langfristigen Vermögenswerte und 36 % der Vorräte ab.

Die langfristigen Verbindlichkeiten sanken zum Bilanzstichtag um 9 % auf 8.813 Mio € (2009: 9.702 Mio €). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 62 % auf 5.711 Mio € (2009: 3.528 Mio €). Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Pflichtumtauschanleihe in Höhe von 554 Mio € und genussscheinähnliche Wertpapiere in Höhe von 468 Mio € im Laufe des Jahres 2011 fällig werden.

Im Konzern bestehen keine Rückstellungen, die von wesentlicher Bedeutung sind. Die größte Einzelrückstellung betrifft den Vergleich zur endgültigen Beilegung der Gläubigeranfechtungsforderungen sowie aller weiteren sich aus dem Insolvenzverfahren von W.R. Grace ergebenden Rechtsangelegenheiten im Zusammenhang mit der NMC-Transaktion im Jahr 1996. Diese beträgt 115 Mio US$ (86 Mio €). Weitere Informationen hierzu finden Sie auch im Anhang.

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen auf 8.784 Mio € (2009: 8.299 Mio €). Währungsbereinigt betrug der Anstieg 1 %. Ihr Anteil an der Bilanzsumme reduzierte sich auf 37,3 % (2009: 39,7 %). Von den Finanzverbindlichkeiten sind rund 57 % in US-Dollar aufgenommen. Das Volu- men mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betrug 1.496 Mio €
(2009: 550 Mio €); bei den Fälligkeiten von ein bis fünf und über fünf Jahren handelte es sich um einen Betrag von 7.288 Mio € (2009: 7.749 Mio €).

Das Verhältnis der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter (Gearing) hat sich verbessert und beträgt 90,6 % (2009: 105,2 %). Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern (Eigenkapital der Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA) ist auf 13,3 % gestiegen (2009: 12,1 %), die Gesamtkapitalrentabilität nach Steuern und vor Anteilen anderer Gesellschafter auf 5,3 % (2009: 4,8 %). Die Berechnung dieser Rentabilitätskennziffern erfolgte vor Sondereinflüssen aus den Marktwertveränderungen der Pflichtumtauschanleihe (MEB) und des Besserungsscheins (CVR).

Weitere Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen sich wie folgt:

in Mio € 31.12.2010 31.12.2009
Finanzverbindlichkeiten/EBITDA 2,9 3,2
Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA 2,6 3,0
EBITDA/Zinsergebnis 5,4 4,5

in Mio € 31.12.2010 31.12.2009
Finanzverbindlichkeiten/EBITDA 2,9 3,2
Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA 2,6 3,0
EBITDA/Zinsergebnis 5,4 4,5

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