An unsere Aktionäre

Foto Dr. Ulf M. Schneider

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Ihnen für das Geschäftsjahr 2010 Bestwerte bei Umsatz und Ergebnis präsentieren zu können. Im Konzern erzielten wir einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 8 % auf 16,0 Milliarden Euro. Das Ergebnis konnten wir währungsbereinigt und vor Sondereinflüssen noch deutlich stärker um 23 % auf 660 Millionen Euro steigern. Die EBIT-Marge erreichte einen Höchststand von 15,1 %. Alle unsere Unternehmensbereiche haben ihre Ziele erreicht oder sogar übertroffen.

Übertroffen haben wir auch unser mittelfristiges Konzernziel „15/15“, das heißt einen Umsatz von 15 Milliarden Euro bei einer EBIT-Marge von 15 Prozent. Dieses Ziel hatten wir Ihnen im Februar 2007 für das Jahr 2010 angekündigt. Wir liegen damit noch über unserer Vorhersage, obwohl wir in diesem Zeitraum durch eine der schwersten Wirtschaftskrisen gegangen sind.

Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit ganz herzlich für ihren Einsatz. Sie haben mit Elan, Kompetenz und unermüdlicher Einsatzfreude entscheidend dazu beigetragen, dass wir unsere Ziele erreichen. Den Belegschaftsvertretern danke ich für die konstruktive Zusammenarbeit.

2010 war nicht nur ein Jahr mit ausgezeichneten operativen Erfolgen, wir haben auch wichtige strukturelle Schritte eingeleitet. Die Schaffung einer einzigen Aktiengattung, verbunden mit dem Rechtsformwechsel in eine KGaA, wird die Attraktivität unserer Aktie weiter erhöhen, das Handelsvolumen steigern und Fresenius einen besseren Zugang zum Kapitalmarkt ermöglichen. Die Kursentwicklung nach Ankündigung dieser Maßnahme und die außerordentlich hohe Zustimmungsquote auf der Hauptversammlung im Mai 2010 belegen, dass dieser Schritt von unseren Aktionärinnen und Aktionären sehr positiv aufgenommen wurde. Ich freue mich, dass wir die Beschlüsse der Hauptversammlung in diesem Jahr erfolgreich umsetzen konnten.

Was haben wir uns für die Zukunft vorgenommen? Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden auch künftig herausfordernd bleiben, und die Bestrebungen, Kosten im Gesundheitswesen einzusparen, werden sich fortsetzen. Diesen Entwicklungen müssen wir mit medizinischer Innovation einerseits und mit Kostenbewusstsein sowie Effizienzsteigerungen andererseits begegnen. Wir bauen weiterhin auf ein hohes organisches Wachstum in allen Unternehmensbereichen als Basis für unseren Erfolg. Darüber hinaus werden wir Gelegenheiten für kleine und mittelgroße Akquisitionen nutzen, die unser organisches Wachstum unterstützen.

Im Geschäftsjahr 2011 werden sich unsere Unternehmensbereiche vornehmlich den folgenden Themen widmen:

  • Fresenius Medical Care steht 2011 im wichtigen US-Markt vor der Umstellung des Erstattungssystems auf eine Pauschalvergütung. Als integriertes Unternehmen, das sowohl Dialyseprodukte als auch Dialysedienstleistungen unter einem Dach vereint, hat Fresenius Medical Care die besten Voraussetzungen, um dieses neue Kostenerstattungssystem erfolgreich einzuführen. Hohes Wachstumspotenzial für Fresenius Medical Care sehe ich besonders außerhalb Nordamerikas, vor allem in der Region Asien-Pazifik und in Osteuropa. Der Ausbau des internationalen Geschäfts ist daher eine unserer Hauptaufgaben für die nächsten Jahre.
  • Fresenius Kabi konzentriert sich darauf, sowohl neue Produkte in den Markt zu bringen als auch das bestehende Angebot regional weiter auszubauen. Besondere Anstrengungen richten wir auch künftig auf Produktqualität und Zuverlässigkeit. Gerade das Jahr 2010 hat angesichts zahlreicher Lieferengpässe bei Wettbewerbern in den USA im Bereich der I.V.-Arzneimittel gezeigt, dass dies wesentliche Erfolgsparameter sind. Fresenius Kabi konnte als verlässlicher Partner für die Kunden mit bester Qualität, neuen Produkten und zusätzlichen Verkäufen aufgrund der Lieferengpässe ein überdurchschnittlich hohes Wachstum erreichen.
  • Fresenius Helios arbeitet daran, den Qualitätsgedanken in den Kliniken konsequent weiterzuentwickeln und Patienten mit Spitzenmedizin zu versorgen. Das Unternehmen hat zahlreiche Initiativen entwickelt, die die Qualität verbessern und Behandlungsfehler vermeiden sollen. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren nur wenige Kliniken in Deutschland privatisiert wurden, erwarten wir, dass sich dieser Markt mittelfristig wieder belebt. Fresenius Helios wird daher auch durch Zukäufe weiter wachsen.
  • Fresenius Vamed kann mit umfassender Kompetenz aus der Verbindung von Projekt- und Dienstleistungsgeschäft Gesundheitseinrichtungen über ihren gesamten Lebenszyklus begleiten. Das Unternehmen arbeitet daher verstärkt daran, neben Neuaufträgen auch Folgeaufträge zu gewinnen. Dabei werden nach wie vor Europa, die Region Asien-Pazifik und Afrika die Schwerpunktmärkte sein. Dank eines ausgezeichneten Auftragsbestands besitzt Fresenius Vamed eine sehr gute Basis für weiteres Wachstum.

Ich bin davon überzeugt, dass Fresenius mit seiner globalen Präsenz in wachsenden Märkten, seiner medizinischen und technologischen Kompetenz sowie einer flexiblen und dezentralen Organisationsstruktur ausgezeichnet aufgestellt ist. So sehen wir dem Jahr 2011 mit Zuversicht entgegen. Wir wollen den Umsatz währungsbereinigt um ≥7 % und das Ergebnis währungsbereinigt um 8 bis 12 % steigern.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen. Auch in Zukunft wollen wir das Beste für unsere Patienten erreichen und den Wert des Unternehmens nachhaltig steigern.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ulf M. Schneider
Vorsitzender des Vorstands

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